Gerade in der heutigen Zeit, in der Bewegungsmangel, schlechte Lernergebnisse und fehlende Motivation von Schülern beklagt werden, bietet das Medium Tanz vielfältige Möglichkeiten, diesem Trend entgegenzuwirken. Tanz fördert die Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft, vermittelt Bewegungsvielfalt, Körperwahrnehmung und -bewusstsein. Tanz stärkt zudem das Selbstbewusstsein und schafft damit die Voraussetzung für viele positive Lernprozesse. Auf diese Weise fördert Tanz auch das kognitive Lernen.
Im Frühjahr 2005 wurde TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen durch die Tänzerin und Choreografin Livia Patrizi ins Leben gerufen. Zusammen mit einem Team aus Künstlern und Pädagogen wird das Projekt seitdem engagiert umgesetzt. Von Anfang an ist die Nachfrage der Schulen enorm. Nach sechs Jahren haben bereits mehr als 450 Berliner Schulklassen und damit über 10.000 Kinder am Tanzprojekt teilgenommen.
Das Projekt TanzZeit ist dem Dachverband Zeitgenössischer Tanz Berlin e. V. (ZTB) angegliedert. Im Jahr 2010 hat der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Schirmherrschaft für TanzZeit übernommen, die bekannte Berliner Choreografin Sasha Waltz ist von Beginn des Projekts an Schirmherrin und Royston Maldoom, der Choreograf des Dokumentarfilms "Rhythm is it", ist dem Projekt als Mentor verbunden. TanzZeit ist Gründungsmitglied des Bundesverbands Tanz in Schulen e. V.
Seit Januar 2010 erhält TanzZeit eine Regelförderung von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung.